Die weitere Entwicklung
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Die weitere Entwicklung zwischen 1970 und 1980 verlief nach den spärlichen Quellen, die uns zur Verfügung stehen ungefähr in der gleichen Geschwindigkeit wie die Entwicklung in den 60er Jahren. Weitere Gruppen entstanden, die Zusammenarbeit zwischen den Gruppen und innerhalb der AA-Regionen begann sich zu formieren, und dank der Gründung einer eigenen Literaturstelle (1968) - und damit der Partizipation an Konzeption und Verkaufserlösen der deutschsprachigen Literatur - beginnen sich die AA in der deutschsprachigen Schweiz zu Beginn der 70er Jahre auch finanziell zu sanieren. Vor dieser Gründung hatte ein Verein der „Freunde der AA„, der sowohl AA als auch Nichtalkoholiker als Mitglieder umfasste, den Ankauf von Literatur finanziell unterstützen müssen; diese Schulden wurden bis 1971 vollständig zurückgezahlt (vgl. Chronikteam 1992).
Aus persönlichen Gründen (Rückfall einer Schlüsselperson) wird die Kontaktstelle 1978 wieder nach Zürich verlagert, und 1982 wird die Arbeit professionalisiert, indem eine bezahlte Sekretariatsstelle geschaffen wird. Die Kontaktstelle ist seit 1982 auch an Vormittagen und in den frühen Abendstunden geöffnet. Für die Zeit zwischen 9 Uhr abends und 6 Uhr morgens wurde ein Nachtanrufservice eingerichtet.
Insgesamt sind die 80er Jahre bis heute von einer Konsolidierung und von einer Phase stark verlangsamten Wachstums gezeichnet. Die Wachstumsrate verringert sich drastisch: So ist die Zahl der Gruppen zwischen 1980 bis 1990 insgesamt um 37% gestiegen, die Zahl der Mitglieder nur um ca. 5% (Grundlage dieser Schätzung der Gruppen sind die AA-„Kontakt„ hefte der Jahrgänge 1990, 1984, 1983. Angaben des Chronikteams zu 1979 und darauf folgende Extrapolationen: Grundlage der Mitgliederschätzungen sind Umfragen von 1970, und unseres Projekts (1991). Demnach lag die Mitgliederzahl pro Gruppe 1970 bei 14 Personen, 1984 bei 19 Personen und 1991 bei 13 Personen. Wir legten daraufhin für 1980 den Schätzungswert von 17 Personen/Gruppe zugrunde, für 1990 von 13 Personen/Gruppe. Zwei weitere Daten sollten in einer „Geschichte„ der deutschschweizerischen AA genannt werden: Zum einen das Jahr 1986, in dem die bis jetzt gültige Struktur der AA auf der Chairpersonkonferenz in Chur verabschiedet wurde. Die Verwendung von gewissen Anglizismen weist auf den amerikanischen Ursprung der AA-Bewegung hin. So verwenden die AA in ihrer Beschreibung der Dienststruktur (1986) Begriffe wie „Chairmen„ für GruppensprecherIn oder „Intergroup„ für die gemeinsame Dienstkonferenz. Interessant am Gebrauch letztgenannten Begriffs ist,
dass er in der Deutschschweiz wie auch in Deutschland etwas anderes bezeichnet als in den USA. Über die in Chur verabschiedete Struktur und ihre Prinzipien wird gesondert zu sprechen sein. Schliesslich das Jahr 1992, in dem auf der 12. Gemeinsamen Dienstkonferenz in Nürnberg beschlossen wurde, die deutschschweizerischen - wie auch die österreichischen - AA als eine von 12 Intergruppen der deutschsprachigen AA zu installieren. Die deutschschweizerischen AA verlieren also einen Teil ihrer organisatorischen Unabhängigkeit und werden Teil der AA deutscher Sprache. Was diese Strukturänderung letztlich für die Arbeit bedeutet, kann derzeit noch nicht abgesehen werden.Die AA in der deutschsprachigen Schweiz 1991 - ausgewählte Ergebnisse einer empirischen Befragung.Nachdem im ersten Teil kurz die Geschichte der deutschschweizerischen AA bis heute skizziert worden ist, werden im nächsten Punkt die wichtigsten Ergebnisse einer Befragung der AA-Gruppen aus dem Jahre 1991 präsentiert.
1. Die Gründung I
2. Die Gründung II
3. Das erste Jahrzehnt
5. Stichprobe und Methode
6. Ergebnisse
7. Die Altersstruktur
8. Ämter innerhalb der AA-Gruppen
9. Treffen als wichtigste Aktivität einer AA-Gruppe